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Ernährung

 Zum Jodgehalt einiger Nahrungsmittel siehe ->Tabellen.

Die von den beteiligten Interessengruppen erzeugte Jodhysterie hat hier mittlerweile gründliche Früchte getragen. Trotz der scheinbaren Vielfalt des Nahrungsangebotes ist Deutschland für zahlreiche Schwerstbetroffene ein Mangelland in dem insbesondere unbelastete Frischmilch, Joghurt oder Quark kaum noch zu erhalten ist.

Am 30.5.1988 wurde die Jodierung des Speisesalzes aus der Diätverordnung in die Lebensmittelzusatz- stoffverordnung überführt (BGB Teil I, 1988, 77-83). Nunmehr wurde der Einsatz in Grossküchen und bei gewerblicher Herstellung von Lebensmitteln und Fertigstoffen möglich.

  • Jodzusätze müssen seitdem bei unverpackten Lebensmitteln nicht mehr angezeigt werden.
     
  • Bei verpackten muss nach der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LMKV) eine Angabe innerhalb der Deklaration der lnhaltsstoffe erfolgen. Wenn dort "Salz" oder genauer "Speisesalz" steht, dürfen diese Lebensmittel kein Jodsalz enthalten. Dies gilt aber nicht bei im Ausland hergestellten Produkten.

Aber auch ohne Jodsalz gewürzte Produkte sind nicht unbedingt frei von Jod. Die von den Jodbefür- wortern erreichte "möglichst frühe Einschleusung des Jodes in den Ernährungskreislauf" birgt für die Jodrisikogruppe heimtückische Gefahren. Alle Produkte, in denen Milch, Fleisch oder Eier aus einem Land, in dem das Tierfutter jodiert wird (s.u.), verarbeitet sind, sind u.U. hoch jodhaltig. Geradezu lächerlich erscheint auf diesem Hintergrund der Hinweis der Jodbefürworter, einer Überjodierung sei schon dadurch vorgebeugt, daß sich ja niemand das Essen versalzen wolle.

Hier muss noch mal darauf hingeweisen werden, dass das den Nahrungsmitteln und dem Jodsalz künst- lich zugesetzte ->Kalium-Jodit im Körper wesentlich reaktiver ist als die natürlicherweise vorkommenden Natrium-Jod-Verbindungen zu sein scheint. Kalium ist nicht so bindungsfreudig wie Natrium weshalb Kalium-Jod-Verbindungen das Jod viel leichter (und vor allem anders) an den Körper abgeben. Dies wird durch das bei den meisten angereicherte Chlor noch erleichtert. Dies bedeutet, dass eine bestimmte Menge künstliches Jod nicht mit natürlichem Jod verglichen werden kann und natürlich jodhaltige Lebensmittel selbst von Jodallergikern u.U. noch gut vertragen werden.

Alle Produkte, in denen Milch, Fleisch oder Eier aus einem Hochjodierungsland verarbeitet sind, sind seit der Tierfutterjodierung hoch belastet !!

Achten Sie bei abgepackten Waren und Konserven auf die Länderkennzeichen auf der Verpackung.

VIEHFUTTERJODIERUNG

Die Viehfutterjodierung ist ein Phänomen der Massentierhaltung. Normale Nutztiere brauchen keine künstlichen Jodzusätze. Erst die heutigen Hochleistungskühe brauchen diese Jodzusätze, um die enorm hohen Milcherträge liefern zu können. Hier kann man aber zwischen “bedarfsgerechter” Tierfutterjodierung und der Hochjodierung zum Zwecke der Zwangsmedikationn der Konsumenten unterscheiden. 
Die folgende Tabelle gibt nicht unbedingt wieder, ob in einem Land jodiert wird, sondern ob so hoch jodiert wird, dass sich das Jod in den Lebensmitteln kumuliert.

 

verträglich

unverträglich

vielleicht verträglich

Europa

Belgien
Dänemark (1)
Griechenland
Irland
Italien (4)
Niederlande (1)
Polen
Portugal
Schottland
Spanien
Türkei

Deutschland
Finnland
Norwegen
Österreich
Schweiz
Tschechien
 

England (3)
Frankreich (7)->
Aktuelles)
Ungarn

ausserhalb

Afghanistan
Cape Verde
Gabun
Dominikanische Republik
Kuba (6)
Kenia
Kongo
Libanon
Mauritius
Neuseeland
Seychellen
Tailand

Afrika (2)
Argentinien (5)
Australien
Bolivien
Brasilien
Chile
China
Costa Rica (6)
Indien
Israel
Kanada
Kolumbien
Mexiko
Nicaragua (6)
Thailand
USA

Panama (6)

(1) Durch den Import deutscher Milch kann es zur Belastung von Milchprodukten kommen.
(2) Alle Länder ausser Mauritius, den Seychellen, Kongo, Cape Verde und Gabun haben Jodierungsprogramme. In manchen Teilen Afrikas ist Jodöl im Einsatz.
(3) In Großbritannien existieren keine Regelungen über den Iodzusatz zu Salz oder anderen Lebensmitteln, iodiertes Salz (20-30 mg/kg) ist auf dem Markt, findet aber nicht die breite Anwendung wie in Deutschland. Dagegen ist Milch hoch iodhaltig. Eine Übersichtsuntersuchung aus den Jahren 1998-1999 [115] findet mittlere Iodgehalte in Kuhmilch von 311 µg/kg. U.U. Verwendung von Jodsalz bei der Käseherstellung
(4) Ich habe bei den Produkten ‘lamilanese’ und ‘Cordon bleu’ der Firma AIA die schlechte Erfahrung gemacht, dass dort Jodsalz verwendet wird, ohne dass dies deklariert ist. Bei anderen Produkten der Firma AA hatte ich jedoch bisher keine Probleme.
(5) siehe
Aktuelles->Argentinisches Rindfleisch
(6) Ausschließliche Verwendung von Jodsalz. Nicht jodiertes Salz ist quasi nicht erhältlich.
(7) Milchprodukte und Rindfleisch sind sicher belastet. Ziegen- und Schafsmilch ist ungewiss. Geflügel (Hähnchen, Pute) ist verträglich.

Zum Thema Tierfutterjodierung siehe auch: Ute Aurin “Risiko Jod” sowie ->Jodierung
 

FLEISCH + WURSTWAREN

Durch den größten "Coup" der Jodbefürworter, die Tierfutterjodierung, gibt es heute kaum mehr Fleisch- waren aus deutscher Erzeugung, die nicht künstlich jodangereichert sind, auch nicht bei Bio-Bauern.
Die wenigsten Verbraucher, ja selbst die wenigsten Erzeuger wissen davon. Auf der prinzipiell sicheren Schiene sind Sie nur mit Wild. Aber Vorsicht: Auch das Damwild in Zuchtgehegen und das Wild in man- chen Forstrevieren hat Zugang zu jodierten Salzlecken!

Die Erhöhung des Iodgehalts in Futtermitteln von Hühnern und Schweinen läßt den Iodgehalt im Fleisch der Tiere deutlich ansteigen. Innereien (Leber, Herz) sind ebenfalls iodreich (14-30 µg/100g) Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (Hrsg.): Der kleine Souci Fachmann Kraut. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 3. Aufl. 2004, S. 121-122, 131

Bockwurst enthält durch die Mitverarbeitung der tierischen Schilddrüse bis zu 42 µg Iod/100g [16]. Auch Produkte, die Fleisch als Inhaltsstoff enthalten, z.B. Wurst und Fertiggerichte, sind daher heute iodreicher. Köhrle, J. (Hrsg.): Mineralstoffe und Spurenelemente. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 1998, S . 209-233

Absolut verträglich ist Fleisch aus Ländern, in denen das Tierfutter nicht jodiert wird (siehe ->Tierfutterjodierung)

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Schlachter, ob er Ihnen solches Fleisch besorgen kann. Vielleicht haben Sie ein Wild- oder Delikatess-Fachgeschäft in Ihrer Nähe.

Im Zeichen der EU ist es nicht ungewöhnlich, dass Schinken aus einer holsteinischen Großmästerei in Italien zu einem gesuchten Feinschmeckerprodukt veredelt und als solches verkauft wird. Der Ver- braucher in Lübeck ahnt dann nicht, dass sein Brotbelag, "in Südtiroler Bergtälern gereift", aber um die Ecke gewachsen ist. Bei Wurstwaren aus dem Ausland besteht daher immer das Risiko, falsch deklarierte Produkte zu erhalten. Vorsicht vor folgenden Produkten: “ungarische Salami” der Firma Herz, polnische Krakauer der Firma Koto “Halina Köstlich”.

EIER

Das Jod ist undeklariert eingeschmuggelt in die sogenannte "Mineralstoff-Vormischung". Der Bauer weiß es gar nicht. Die Futtermittelindustrie: "Die (Hybrid-) Tiere brauchen das, sonst verlieren sie die Federn!" Quatsch! Laufen italienische Hühner nackt herum? Kein deutsches Huhn hat vor 1995 heimlich undeklariertes Jod in der sogenannten "Mineralstoff-Vormischung" bekommen und war deshalb weniger gesund.

Zu beobachten ist eine Steigerung des Iodgehalts von 1988-1992 von 4,6 auf 64 µg Iod/100g [8], d.h. der Verzehr eines Eis kann über 30 µg Iod beisteuern. Auch Produkte, die Eier als Inhaltsstoff enthalten, z.B. Eierlikör oder Eiersalat, und Gerichte im Haushalt, die mit Eiern zubereitet werden, weisen daher höhere Iodkonzentrationen auf.

Erfreulicherweise führt die Handelskette PLUS in Ihrem Angebot Eier der Marke BioBio. Dies kommen aus Frankreich, Italien und Holland und sind sehr gut verträglich. Beachten Sie aber den Aufdruck mit dem Länderkennzeichen, die Eier können auch aus Deutschland kommen.

Auch die Firma Erlenhof führt Eier aus Holland, die unbelastet sind. Erhältlich u.a. bei REWE.

BROT UND BACKWAREN

Brot und Brötchen enthalten extrem viel Salz. Wenn für die Herstellung Jodsalz verwendet wird, ent- stehen regelrechte Jodbomben (bis 500 Microgramm Jod/100 g Brot). Selbst Zwiebacke sind häufig jodiert. Erfreulicherweise gibt es viele Erzeuger, die den Jodunsinn nicht mitmachen, so dass Sie bei verpackten Brot- und Backwaren neben der Verwendung von normalem Salz lediglich darauf achten müssen, dass keine Milch- oder Molkezusätze verwendet werden.
Achtung ! Für viele Bäcker (und auch andere) ist Jodsalz inzwischen so normal, dass sie auf die Frage, ob sie normales Salz verwenden, bejahen, obwohl sie Jodsalz nehmen. Selbst wenn Ihr Bäcker Ihnen versichern, daß er kein Jodsalz verwendet, kann es trotzdem sein, dass Sie auf die von ihm erzeugten Backwaren reagieren. Vielleicht benutzt er Fertigmischungen der Firma Bäko, die, ohne dass er es weiß, vorjodiert sind. Also lieber einmal mehr fragen.

MILCH UND MILCHPRODUKTE

Alle Milchprodukte deutscher Erzeugung sind mehr oder weniger durch Jodzusätze kontaminiert, u.U. auch die von Bio-Erzeugern (ca. 10-15 % der Bio-Bauern verwenden jodierte Mineralstoffmischungen oder jodierte Salzlecksteine, aber eben nicht alle. Hier lohnt sich ggf. Nachfragen). Obwohl die Tiere solche Zusätze vor allem mit der Winterfütterung erhalten, reicht das aufgebaute Joddepot, um die Milcherzeug- nisse ganzjährig ungenießbar zu machen.

Spätestens seit 1995 werden Mineralstoffvormischungen für das Tierfutter in ganz Deutschland iodiert,  vor 1995 verstärkt auch schon in Ostdeutschland. Es gibt nur wenige Bauern, die kein Iod mehr verwenden. Seitdem steigt der Iodgehalt der Milch und die Werte weisen große Spannweiten auf. Bayerische Konsummilch aus 28 Molkereien liefert im Jahresmittel 115 µg Iod/l mit durchschnittlich erhöhten Gehalten bis zu 150 µg/l, v.a. im März und April, sowie im November und Dezember. [6]

Es können aber Spitzenwerte von über 1.000 µg/l auftreten.

Jodgehalte frischer Vollmilch µg/l (Stiftung Warentest November 2007)

Kaufland K Classic

167

Aldi Nord Milsani

139

Hansano

115

Gropper

105

Edeka Gut & Günstig

104

Tip

96

Ravensberger

77

Berchtesgadener Land (Demeter)

77

Alnatura (Bioland)

77

Aldi Süd Milfina

75

Tuffi

67

Weihenstephan

61

Lidl (Bioness)

58

Markant frischgold

57

Dennree (Naturland)

57

Landliebe

56

Söbbeke (Bioland)

56

Rewe (Füllhorn)

40

Heirler (Neuform)

29

Jodgehalte H-Vollmilch µg/l (Stiftung Warentest November 2007)

Lidl Milbona

178

Domo lang lecker

160

Aldi Nord Milsani

151

Kaiser’s A&P

147

Plus Alpa

117

Normo Norasan

106

Penny Campus

103

Rewe ja

103

Netto Gutes Land

103

Schwälbchen

97

Aldi Süd Milfina

96

Berchtesgadener Land

83

Marktkauf Gut&Billig

65

Milram

63

Frischli

57

MUH

54

Minus L lactosefreie Vollmich

135

Eine privat beauftragte Untersuchung von Milch durch das Institut Fresenius vom August 2007 ergab folgende Werte:

Becel pro-aktiv Diätgetränk 99 % Milch
mit Pflanzensterinzusatz

250

Demeter

< 30

Edeka Bio-Wertkost 3,8 % Fett

140

Butter, Joghurt, Dickmilch, Quark und Käse aller Art ist für die Jodrisikogruppe tabu, ein schweres Ernährungshandicap. Als Milchersatz bleibt allein Sojamilch. Vorsicht bei Margarine: Es darf keine Milch als Emulgator verwendet werden. Deshalb auf den Zusatz achten: "Frei von Milchbestandteilen", oder in der Deklaration: "Eiweiß = 0". 

Käse kann in doppelter Weise jodangereichert sein: Über jodreiche Milch und über das seit 1993 erlaubte Jodsalz bei der Herstellung. Im Salzbad gereifter Käse enthält (ohne das über das Tierfutter zugesetzte Jod) 70-85 µg Jod/100g im Randbereich und 17,5-34 µg Jod/100g im Kernbereich. Hoffmann, W., M. Anke, W. Buchheim: Jodanreicherung von Schnittkäse über eine Lake mit jodiertem Salz. Online im Internet. 1997. AVL: http://bafm.zadi.de, Jahresbericht 1996, III Forschung, 5. Institut für Verfahrenstechnik (Stand 06.01.2004)

Beim Vergleich der für die einzelnen Betriebe berechneten Milchwerte wurden extreme Unterschiede festgestellt. In einigen Betrieben lagen diese bis zu fünfzigmal höher als in anderen. Dabei wiesen Tiere aus Beständen, die kein iodsupplementiertes Mineralfutter verwendeten, im Vergleich zu den übrigen deutlich niedrigere Werte auf. Große Unterschiede bezüglich des Uriniodgehalts ließen sich aber auch innerhalb der einzelnen Betriebe beobachten. Zwischen dem Iodgehalt im Urin und dem in der Milch konnte eine hohe Korrelation nachgewiesen werden. Bei laktierenden Tieren ist daher eine Beurteilung des Iodstatus auch über die Iodkonzentration in der Milch möglich. (...) Die Untersuchung des Iodgehalts der Kraftfuttermittel ergab zum Teil weit auseinanderliegende Werte zwischen 0,30 und 0,98 mg Iod/kg Futter Trockensubstanz. Die Iodgehalte der Mineralfuttermittel waren zum Teil deutlich geringer als von den Herstellern angegeben [10].

Die Wintermilch ist auf Grund der Stallhaltung und Zufütterung von angereichertem Tierfutter deutlich iodreicher als die Sommermilch, im Sommer genießen alle Tiere eine gesetzlich geregelte Freiland- haltung. Biologisch erzeugte Milch hat durchschnittlich einen geringeren Iodgehalt als konventionell erzeugte. Die Spannen sind extrem groß, erstaunlicherweise gerade bei den Biolandwirten. Die Autoren erklären dies mit der Erlaubnis der Anbauverbände, ebenfalls iodangereichertes Tierfutter (bis zu 20% der Futtermenge) zu verwenden und zusätzlich Algenzubereitungen zu füttern. Das Phänomen der stark variierenden Gehalte von Sommer- und Wintermilch ist auch aus England, Dänemark und Deutschland bekannt.

ALKOHOL

Vorsicht mit Alkohol ! Jod löst sich ausserordentlich gut in organischen Lösungsmitteln. Die Folge ist, dass vermehrt Jod aus dem Körper “gewaschen” wird. Dies kann bei empfindlichen Personen einen Schub von Beschwerden aller Art auslösen.

KAFFEE

Koffein erweitert die Bronchien (über 4 Stunden !) und kann damit gegen Asthma helfen. Auch Kopfschmerzen können gelindert werden. Menschen mit überaktivem Stoffwechsel (z.B. Schild- drüsenüberfunktion) oder chronischer Jodvergiftung sollten aber eher vorsichtig mit Kaffee sein.

SÜSSWAREN

Bitte berücksichtigen Sie, dass sehr viele Nahrungs- und Genußmittel u.a. mit oder aus Milch bzw. Milch- oder Molkenpulver hergestellt sind. Insbesondere über Süßigkeiten versucht man der eigentlichen Zielgruppe für die hier stattfindende Zwangsjodierung, den Kindern und Jugendlichen, ihre tägliche “Jodration” zukommen zu lassen. Wenn also für die neue Milchschnitte oder den Milchriegel damit geworben wird, dass darin “das Beste der Milch” enthalten ist, ist damit sicher nicht das Milcheiweiss, der Milchzucker oder das Milchfett gemeint, denn dann könnten Sie Ihrem Kind genauso gut auch ein Stück Sahnetorte geben. Gemeint ist natürlich die Extraportion Jod, die über das Milch- und Molkepulver in die Produkte gelangt.

Probieren Sie folgendes:

  • Das schottische "Shortbread" von JOSEPH WALKERS. Das meiste aus dem umfangreichen Programm (das z.B. auch "Cocktail Oatcakes" enthält) ist in jedem TEELADEN zu haben

Insbesondere bei Produkten, die aus und mit Milch-, Molke- oder Eipulver hergestellt sind, ist Vorsicht geboten. Diese Pulver werden heutzutage in grossen Mengen europaweit verschoben. Und ob die Milch in Ihrem italienischen Eis wirklich aus Italien kommt, steht in den Sternen.
Besonders betroffen ist Vollmilchschokolade, die häufig mit Milchpulver hergestellt wird. Gut verträglich sind alle Schokoladen ohne Milchbestandteile, in der Regel die Halb- oder Edelbitter -Schokoladen, z.B von Sarotti oder Ritter Sport.

ZUCKER

Der Genuss von Zucker läßt den Blutzuckerspiegel plötzlich ansteigen. Der Körper reagiert, indem er Insulin und Adrenalin ausschüttet. In der Folge sinkt der Blutzuckerspiegel so jäh, daß er sogar unter das vor der Zuckerzufuhr liegende Niveau abfällt. Sie verspüren erneut Hunger. Genau wie Koffein löst Zucker eine "Berg und Talfahrt" des veg. Nervensystems aus. Reiner Zucker (egal ob weisser oder brau- ner), oder auch Honig, zählt zu den einfachen Kohlenhydraten, die sehr leicht vom Körper in Energie verwandelt werden können. Komplexe Kohlenhydrate wie Stärke oder wertvollerer Zucker in Gemüse und Obst werden langsamer und unter höherem Energieaufwand "geknackt" und sind daher ein gleichbleibender und stabiler Energielieferant. Andererseits ist Zucker sicher eines der reinsten Lebensmittel, die es gibt, keine Vitamine, keine Mineralstoffe, keine Gifte. Ebenso ist Zucker kein Vitamin- oder Mineralstoffräuber. Wer Zucker verträgt kann sich ruhig dann und wann das Leben ein wenig versüßen.

SOSSEN- UND KOCHHILFEN

Das Problem liegt hier darin, dass die Hersteller keine unjodierten Ausgangsprodukte mehr erhalten und dass viele Produkte Milcheiweiß enthalten. Im Ganzen ist die Produktgruppe deshalb ein Tummelplatz für die Mehrfachjodierung. Bedenken Sie, dass auch Brühwürfel tabu sind. Sie enthalten das Jod möglicherweise gleich dreifach, über das verarbeitete Fleisch, über das zugesetzte Jodsalz und über das Milcheiweiß. Vorreiter der Jodierung ist hier leider die Firma MAGGI. Nur die alte Maggi-Würze ist noch nicht jodangereichert, weil rein aus Soja.

  • KNORR bietet unjodierte Produkte an, darunter die Delikatess-Bratensoße in der braunen Tube. 
  • In Bioläden gibt es aber von RAPUNZEL und anderen Firmen eine sehr gute "Gemüsebrühe salzarm", die überhaupt keine künstlichen Salzzusätze enthält.
  • Ein sehr guter Würzmittelersatz für Tomatenfreunde ist "Oro di Parma" mit Würzgemüse 

MEHLSPEISEN UND KARTOFFEL-VEREDELUNGSPRODUKTE

Weder gewöhnliche Eier-Nudeln noch Nudeln mit jodiertem Salz sind für die Jodrisikogruppe verwendbar. Gehen Sie sicher und kaufen Sie Nudeln, die nur aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt sind.  Häufig bekommt man aber sehr delikate Eiernudeln aus Italien.

Die Kartoffelfertigprodukte des Herstellers Maggi sind leider vollständig mit Jodsalz hergestellt. Dagegen ist PFANNI dabei, sich aus der Jodierung zurückzuziehen.

KONSERVEN

Grundsätzlich sind alle Konserven unbelastet, auf denen “Salz”, “Kochsalz” etc. angegeben ist. Vorraussetzung ist natürlich, dass keine deutschen Fleisch oder Milchprodukte als Bestandteile enthalten sind. Man findet aber z.B. auch argentinisches Corned Beef.

EIS UND TIEFKÜHLKOST

Die Convenience food ist fest im Griff der Jodierer. Die Großen liefern so gut wie kein Reingemüse mehr. Statt Möhren: "Möhren in Rahmsoße", statt Spinat: "Rahmspinat", und schon ist über die Sahne Jod drin.

Auf Eisgenüsse müssen Jodallergiker in der Regel verzichten, es sei denn es handele sich um reines Fruchteis.

GEMÜSE

Gerade Bio-Erzeuger verwenden organische Dünger, die das u.U. vorher dem Tierfutter zugesetzte Jod als Ausscheidungsprodukt enthalten. Aus diesem Grund kann auch deutsches Bodengemüse und Obst Jod enthalten. Besonders betroffen sind “Jodzehrer” wie Zwiebeln, Möhren oder Kartoffeln. Bevorzugen Sie ggf. Gemüse aus Südländern (Italien, Spanien, Frankreich). Lediglich Baumobst ist sicher unbelastet.

WASSER

Prüfen Sie beim Kauf von Wasser, ob dieses Jod (Kaliumjodid, Jodate, Jodite) enthält oder mit Jod angereichert ist ! Mineralwasser kann pro Liter bis zu einem Milligramm Jod enthalten !
Auch wenn Jod nicht ausgewiesen ist, kann Mineralwasser viel Jod enthalten. Es gibt Wasserfilter- systeme, die Jod (statt Chlor) zum Entkeimen des Wassers benutzen. Das Wasser kann dann bis zu 8 Milligramm Jod je Liter enthalten !!!

Da Mineralstoffe und Spurenelemente wie Jod meist gemeinsam vorkommen, ist Mineralwasser häufig auch mit Jod belastet. Gegenüber Jod empfindliche Personen sollten jodhaltige Mineralwasser möglichst meiden !

Jodhaltige Mineralwässer

Jodarme Mineralwässer

Sicheldorfer 960-1048 µg/L

Alpquell 0 µg/L

Ausseer Heilquelle 394

Römerquelle 0

Konstatinquelle 302

Vöslauer 0

Sixtina 231

Waldquell 0

Radenska 217-428

Volvic 0

Peterquelle 206

Gasteiner 11

Martinsquelle 143

Preblauer 11

 

Adelholzener 15

Johannisbrunnen 121

Güssinger mild 16

Rogaska Donatquelle 93-118

Severinquelle 18

Astoria > 200

Michlquelle 19

Long Life > 200

Römerquelle < 20

Radenska > 200

Heppinger < 20

Aqua Sola (St. Leonhards) > 500

Aqua vital 20

Juvina Aktiv > 200

Rosenbergquelle 21

 

Longlife 37

 

Sulzegger 40

 

Thalheimer 45

Für den Jodgehalt im Trinkwasser der Regionen schwanken die Werte zwischen 0,2 und 15,5 µg/l. Der Median liegt bei 2,6 µg/l. In 75% der Trinkwasserproben wird ein Jodgehalt unter 5,5 µg/l gemessen. Die höchsten Jodwerte des Trinkwassers werden im Norden, die niedrigsten im Süden gemessen. (->Karte der Jodgehalte)

Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte gefiltertes Leitungswasser verwenden.

Chlor begünstigt die Freisetzung von Jod aus Kaliumjodiden, die heute dem Tierfutter künstlich zugesetzt werden. Trinken Sie also z.B. kein stark gechlortes Wasser.

Die über ganz Deutschland verteilten Mineral- und Heilquellen sind stark jodhaltig, z.B. Bad Aachen, Bad Abbach, Bad Birnbach, ... Selters an der Lahn.

FRUCHTSÄFTE

Neben dem Umstand, dass die meisten Säfte aus Konzentrat unter Hinzufügung von Wasser unbe- stimmter Herkunft und Qualität hergestellt werden, können Fruchsäfte einen hohen natürlichen Jodgehalt aufweisen. Rauch Johannisbeersaft 2750 µg/l, Trink Vit 1092 µg/l, Sonnenfrucht Apfelsaft 1020, Goldland Orangensaft 680, Lipton Zitrone 504 µg/l. Auch Bier hat es in sich. Clausthaler Herbfrisch 920 µg/l.

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung hat im Jahr 2004 ebenfalls Fruchsäfte und Milch untersuchen lassen, sieh Jod_in_Fruchtsaft _und_Milch.pdf.

FISCH und ALGEN - Bindemittel

Meeresfische sind i.d.R. hoch jodhaltig. Süßwasserfische enthalten von Natur aus weniger Jod. Achtung ! Manche Züchter verwenden inzwischen jedoch jodhaltiges Futter, so dass ihr Süsswasserfisch dem Meeresfisch um nichts nachsteht !

->Algen und Seefische speichern Jod in natürlicher, biologischer Form, nicht als Jodid oder Jodat (Salz der Jodsäure HJO3), wie es dem Jodsalz zugesetzt wird. Jod in natürlicher Form wird zwar besser aufgenommen als künstlich in Form von Jodsalz zugesetztes, kann jedoch ebenfalls zu Beschwerden führen. Dies gilt insbesondere für Meersalz.

Die Zusätze Carrageen, Agar, Algin, Alginsäuren (E400-E407) sind ebenfalls hoch jodhaltig. Carrageen wird als Bindemittel (z.B. in Sahne) verwendet.

Muttermilch, Säuglingsnahrung und Beikost

Die DGE empfiehlt für Säuglinge von 0-4 Monate 40 µg Iod/Tag, für 4-12 Monate 80 µg Iod/Tag.
Industriell hergestellte Muttermilch-Ersatznahrung, so genannte Säuglingsanfangsnahrung (“Pre” und “1”), liefert bei einer angenommenen Trinkmenge von 750 ml/d eine Iodmenge von 70-78 µg/d. Der Iodzusatz ist gesetzlich vorgeschrieben (tatsächliche Spanne: 3,5-15 µg/100ml). Industriell hergestellte Beikost liefert durchschnittlich 113 µg/Tag, wenn man sich an die empfohlenen Mengen des “Ernährungsfahrplans” des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) hält. Die Iodanrei- cherung der Beikost ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber in der Breite praktiziert. Ein Teil der  Kinderbreiprodukte wird im Rahmen der Jodprophylaxe unter Verwendung von jodangereichetem Getreide hergestellt. Somit werden die von der DGE empfohlenen Mengen um fast 50-100% übertroffen.
Der Iodzusatz in bilanzierten Diäten ist ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben. Prof. Anke und Mitarbeiter fanden bei Untersuchungen in Thüringen, dass sich der Iodgehalt der Muttermilch von 1982 -1992 verdoppelte und von 1992-1997 noch einmal verdreifachte. Säuglinge aus dieser Region nahmen 1997 eine durchschnittliche tägliche Iodmenge von 83 µg/Tag auf, was der doppelten Menge der Zufuhrempfehlungen der DGE entspricht.

Anke, M., M. Glei, C. Rother, J. Vormann, U. Schäfer, B. Röhrig, C. Drobner, E. Scholz, E. Hartmann, E. Möller, A. Sülzle: Die Versorgung Erwachsener Deutschlands mit Iod, Selen, Zink bzw. Vanadium und mögliche Interaktionen dieser Elemente mit dem Iodstoffwechsel. In: 3. Interdisziplinäres Iodsymposium. Berlin: Blackwell Wissenschafts-Verlag, 2000, S. 147-175

NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL, ZUSATZSTOFFE

Meiden Sie rote, orangefarbene und braune Lebensmittel, Pillen und Kapseln. Viele der Produkte in diesen Farben enthalten Jod. Der rote Lebensmittelfarbstoff Erythrosin (E127) besteht zu 50 % aus Jod. Er wird in folgenden Produkten verwendet: Bigarreaukirschen (Kaiserkirschen), Obstkoktails, Coktailkirschen, kandierte Kirschen (Amarenakirschen). Die vorgeschriebenen Höchstmengen für Erythrosin liegen zwischen 150 mg/kg und 200 mg/kg !

Viele Multivitaminpräparate enthalten Jod.

Da die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln das Thema der hier stattfindenenden Zwangs- medikation mit Jod ist, möchte ich das Thema in folgendem ->Exkurs noch vertiefen.

MEERSALZ / STEINSALZ

Meersalz genau wie Steinsalz hat einen von Natur aus hohen Jodgehalt (siehe Ende ->Tabelle1). Viele Jodallergiker und empfindliche Personen reagieren inzwischen auch auf natürliche Jodgehalte und sollten daher mit Meer- oder Steinsalz zubereitete Speisen meiden. Beachten Sie, dass auch die beliebten Salzkristalllampen aus Steinsalz hergestellt werden und somit die Atemluft in Ihrer Wohnung mit Jod belasten können.

VEGETARISCHE KOST

Soja (Tofu, Sojamilch) beschleunigt die Ausscheidung von Schilddrüsenhormonen. Die in Vollkorn- produkten (Getreide, Samen) sowie die in Ölpflanzen und Hülsenfrüchte enthaltenen Phytine binden Zink und Magnesium im Körper. Dadurch wird die Bildung von Schilddrüsenhormonen reduziert.
Vegetarische Produkte werden sehr häufig mit Meersalz gewürzt. Auch Produkten wie Sojasauce, Tofu und Sojamilch wird inzwischen Jodsalz zugesetzt. Kaufen Sie also nicht unbesehen.
 

ALLGEMEIN

Jod wird hauptsächlich im Dünndarm aufgenommen. Wird das Jod bereits im Magen freigesetzt - wie etwa bei Tabletten, Salz u.a. - geht (normalerweise) der größte Teil davon verloren. Aus diesem Grund ist das Jod im Jodsalz recht hoch dosiert.

Beim Kochen von Speisen verdampfen bis zu 50 % des darin enthaltenen Jodes, beim Braten, Backen und Schmoren sind es ca. 25 %. So können Dämpfe, die z.B. in Restaurants oder Kantinen von den jodierten Speisen aufsteigen, Jodallergikern durchaus Probleme bereiten.

Brot verliert nach 3 Lagerzeit 6,5 %, nach 7 Tagen 34 % des Jodgehaltes, Kartoffeln und Bohnen verlieren beim Kochen 15 %. Es ist anzunehmen, dass sich das flüchtige Jod als molekulares Jod in der Raumluft wiederfindet oder mit anderen Lebensmitteln verbindet.


URLAUB

Vorsicht bei Restaurantbesuchen ! Die an sich unbelasteten Nahrungsmittel können bei der Zube- reitung mit Jodsalz aus der Restaurantküche versetzt worden sein. Nachfragen ! Nur in England, Irland , Schottland und Portugal ist dies nicht zu befürchten. In diesen Ländern wird kein Jodsalz verwendet.
In Frankreich kann auch das Brot jodiert sein. Nachfragen ! Jodsalz heisst auf französisch Sel de jodi.
Ebenso besteht immer die Gefahr, dass importierte Milch verwendet wird.

In Schweden, Italien, Österreich und der Schweiz ist das für die Verwendung im Haushalt gedachte Salz jodiert. 

In Amerika werden extrem jodhaltige Mehlbleichmittel verwendet, so dass auf diesem Wege viele Weißmehlprodukte mit Jod belastet sind.

Beachten Sie, dass Meeresluft und mehr noch Meerwasser jodhaltig ist. Wenn Sie empfindlich sind, sollten Sie einen längeren Aufenthalt am Meer vermeiden.
Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, daß jenes aus dem Meer mit dem Wasserdampf "aufsteigende" Jod auf Grund seiner Schwere wieder absinkt, sodaß es höhere Bergketten z.B. hinter Neapel oder auch in Sizilien nicht überwinden kann.

Eine Liste mit ->Gaststätten, die kein Jodsalz verwenden, hat Frau Siegrid Weiss zur Verfügung gestellt.

SONDERHINWEISE UND AKTUELLES

Selbst bei Jodallergikern, die alle oben genannten Hinweise zu beachten versuchen, kann es zu Problemen kommen. Die meisten Jodallergiker haben früher selbst hohe natürliche Jodgehalte vertragen. Durch die Jodierung zwangssensibilisiert vertragen sie sie nicht mehr (mit Unterschieden).

Überlegen Sie bei Problemen sorgfältig, ob Sie sich regelmäßig neben der gewöhnlichen Ernährung irgend einen Stoff zuführen und seit wann das geschieht. Beispiele:

Allergikern wird empfohlen, den südamerikanischen Lapacho-Tee zu trinken. Bei einigen Jodallergikern wirkt er aber allergieauslösend. Seit einiger Zeit gibt es ein natürliches und durchaus wirksames Husten- mittel mit Efeu-Extrakt . Für Jodallergiker ist es nicht geeignet, da jodhaltig. In manchen Natur-Kosme- tika, z.B. in Sonnenschutzmitteln, ist Hagebuttenauszug enthalten, der jodhaltig ist. Allergiker reagie- ren sehr schnell mit brennender und juckender Haut. Direkte Jodzusätze sind nach der Kosmetik- verordnung vom Oktober 97 verboten.

Zudem hat die Tierfutter-Jodierung Auswirkungen, die sich jeder Kontrolle entziehen. Organischer Dün - ger, wie ihn gerade Bio-Erzeuger verwenden, enthält das vorher dem Tierfutter zugesetzte künstlich her- gestellte Jodid als Ausscheidungsprodukt der Tiere. Durch diesen unseligen Zusammenhang können Jodallergiker jetzt auf organisch gedüngte Erzeugnisse pflanzlicher Herkunft (vor allem direkt im Boden wachsendes Gemüse wie Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren, Spargel, aber auch Erdbeeren u.a.) allergisch reagieren.

Nicht genug damit: Auch die Hersteller von Mineraldüngern haben sich dazu überreden lassen, Jod zuzusetzen.

DIÄTEN

Es werden viele Produkte zur Gewichtsabnahnme angeboten, deren Wirkung in erster Linie auf deren hohem Jodgehalt basiert (Spirulina, Kurmolke, etc.). Abgesehen davon, dass diese Diäten i.d.R. sowieso nichts bringen, sollten Sie die Finger von diesen Produkten lassen. Wenn Sie wirklich ernsthaft Probleme mit Übergewicht haben, sollten Sie die Möglichkeit einer Schilddrüsenunterfunktion in’s Auge fassen.

Bei einer eventuellen Gewichtsabnahme müssen Sie beachten, dass Ihr eigener Körper u.U. hoch mit Jod “belastet” ist. Dieses Jod wird dann frei, und führt zu entsprechenden Beschwerden.
Beachten Sie, dass auch eine Umstellung auf vegetarische Ernährung (für viele Betroffene leider die einzige Möglichkeit, dem Jodwahn zu entkommen) häufig zunächst mit einer Gewichtsabnahme verbunden ist. 

BIO-Kost

Der Begriff ‘BIO’ ist nicht geschützt und kann daher von jedem verwendet werden. Es gibt Anbau- verbände wie z.B. DEMETER oder BIOLAND, die Erzeuger- und Verarbeitungsrichtlinien für die ihrem Verband angehörenden Mitglieder aufgestellt haben.
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (
BÖLW e.V.), der auch DEMETER und BIOLAND ange- hören, ist ein Spitzenverband der ökologischen Lebensmittelwirtschaft und repräsentiert den privat- rechtlich organisierten Ökologischen Landbau in Deutschland. Ihm gehören Verbände und Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette ökologischer Lebensmittel an, von der Erzeugung über die Verar- beitung bis zum Handel. Die Qualitätsrichtlinien für Erzeugung und Verarbeitung sind dort aber z.T. deutlich weniger eng gefasst als z.B. bei DEMETER oder BIOLAND.
Das krebserregende ->
Nitritpökelsalz etwa ist für Demeter-Fleisch und Wurstwaren ausgeschlossen, auch wenn die BÖLW den Einsatz inzwischen zuläßt. Die BIOLAND-Verarbeitungsrichtlinien schließen zwar die Verwendung von Nitritpökelsalz aus, lassen aber die Verwendung von Jodsalz ausdrücklich zu.
Nach Auskunft von DEMETER ist bei der Verarbeitung von Demeter-Produkten der Zusatz von Jod ausgeschlossen. D. h. eine künstliche Anreicherung mit Jod im Laufe der Verarbeitung findet nicht statt. Bei der Tierfütterung ist allerdings die Gabe von Jod möglich.
NATURLAND ist ein gemeinnütziger Zertifizierungsverband ist, der Unternehmen zertifiziert, die sich vertraglich dazu verpflichtet haben, die Naturland Richtlinien einzuhalten. Laut den Naturland Richtlinien in ihrer aktuellen Fassung von Juli 2002 ist der Einsatz von iodiertem Speisesalz in der Verarbeitung von Naturland Produkten oder aber Iod als Zusatz in Mineralfutter zulässig. In wie weit ein von Naturland zertifiziertes Unternehmen Iod in Mineralfutter oder iodiertes Salz tatsächlich einsetzt, ist dem Ermessen jedes einzelnen Unternehmens überlassen.

DEMETER und BIOLAND werben u.a. damit, dass auf den biologisch-dynamischen Höfen ihrer Vertrags-Bauern alle Tiere hofeigenes Futter oder zugekaufte Futtermittel von anderen Bio-Betrieben bekommen. Dies gilt aber nur mit Einschränkungen. Futtermittel konventioneller Herkunft, außer Grundfutter, dürfen z.B. zu max. 10 % (bei Geflügel 20 %) verfüttert werden. Bei Betrieben, die z.B. auf die Demeter-Richtlinien umstellen, darf der Anteil im Zukauf 30 % betragen. Mineralstoffmischungen sind bei BIOLAND ausdrücklich von dieser Höchstmengenregelung ausgenommen. Die Verwendung von Mineralstoffgemischen konventioneller Herkunft (die inzwischen alle jodiert sind) ist daher zulässig.
In wie weit dies auch auf andere Erzeugergemeinschaften zutrifft ist schwer zu sagen. Erkundigen Sie sich ggf. vor Ort oder direkt bei einem Bauern.

DEMETER plant, eine Liste mit Bauern zu erstellen, die ihre Futtermittel nicht zusätzlich mit Jod anreichern. Fragen Sie ggf. bei DEMETER nach, vielleicht beschleunigt das ja die Erstellung.

Exkurs: Iod aus Algen

Die Diskussion innerhalb der Bio-Anbauverbände macht sich v.a. an der Anreicherung mit Iodid und Iodat aus mineralischen Quellen fest, weniger kritisch wird der Einsatz von Algen betrachtet.

Aber auch bei der Verwendung von Algen muss der genauen Dosierung Aufmerksamkeit geschenkt werden, da einige Arten extrem iodreich sind (v.a. Braun- und Rotalgen) und der Iodgehalt starken Schwankungen unterliegt (->Jodgehalte von Algen). So warnt das BgVV [14] vor Algen mit einem Iodgehalt, der 20 mg/kg Trockengewicht übersteigt. Zwar setzen die toxischen Nebenwirkungen in der asiatischen Bevölkerung, die an den Algenverzehr traditionell gewöhnt ist, erst bei einer viel höheren Konzentration ein als bei mineralischem Iodid und Iodat (ab 2-10 mg Iod/Tag), führen dann aber bei bis zu 9% der Bevölkerung zur Strumabildung und Hypothyreose. Der Iodgehalt ist durch Kalt- oder Heißextraktion (Wässern und Kochen mit Verwerfung des Kochwassers) um bis zu 90% zu verringern. Die Bioverfügbarkeit des Iods ist durch die organische Bindung reduziert, bedingt durch eine geringere Wasserlöslichkeit. Zudem haben begleitende Ballaststoffe eine mindernde Wirkung auf die Verdaulichkeit und Resorption.
Durch die Tiermast mit Algen können Jodgehalte von bis zu 700 µg/100g in Eiern auftreten !
[15]

EINKAUFSTIPS:

Die folgenden Tips stellen nur eine Teilmenge verträglicher Produkte dar, die ich persönlich “getestet” habe und die für mich bzw. persönliche Bekannte von mir verträglich sind. Es gibt darüber hinaus sicher noch viele andere Sachen, die auch verträglich sind.

  • Käse aus Irland, Spanien, Dänemark sofern nicht aus oder mit deutscher Milch hergestellt.
    (Achtung ! Käse aus Frankreich ist nicht verträglich ->
    Aktuelles), 
     
  • Irische Kerrygold-Butter (*)
     
  • Leberpastete aus Belgien
     
  • KAUFHOF führt in seinen Lebensmittelabteilungen in Berlin und Hannover (wahrscheinlich auch in anderen Städten) eine grosse Auswahl an ausländischen Käse- und Wurstwaren. Darüber hinaus besteht eine große Auswahl an ausländischem Frischfleisch z.B. aus Italien, Neuseeland oder Irland
    Sehr zu empfehlen: Fleisch der italienischen Firma ‘AIA’ (Kaninchen, Hühnchenbrust, Putenbrust + -keule), neuseeländische Lammfleisch (gibt es häufig in der Tiefkühltruhe).
     
  • PASSENDALE Käsespezialität aus Flandern, in Scheiben (Belgien)
  • OLD AMSTERDAM alter Gouda (Holland)
  • Leerdamer, Maasdamer, junger und alter Gouda aus Holland
  • TOLKO Frischkäsezubereitung (gibt’s in 5 verschiedenen Variationen) (Dänemark)
  • TOSTRUP Castello Reifkäse mit Weißschimmel (Dänemark)
  • SANPAREIL Brüsseler und Ardenner Leberpastete in allen Variationen
  • "Der milde Chavroux" Ziegenfrischkäse aus Frankreich

(*) Obwohl das Länderkennzeichen der Kerryygold, genauso wie die irische Greenfields, aus Deutschland ist, kommt die Butter aus Irland, sie wird lediglich in Deutschland abgepackt.

Sehr empfehlenswert ist hierzu auch die Seite von Leni Reuters. Die für sie verträglichen Nahrungsmittel hat sie in einem pdf-Dokument zusammengefasst.

Vorsicht vor folgenden Produkten:

  • “ungarische Salami” der Firma Herz
  • polnische Krakauer der Firma Koto “Halina Köstlich”
  • YANO orig. polnische Zywieckawurst
  • YANO polnische Krakauer (in Scheiben)
  • panierte Hähnchenschnitzel der Firma AIA, ‘lamilanese’, ‘Cordon bleu’
  • Joghurt der Marke “Nicolait” aus Frankreich
  • Sahne von Kerrygold (enthält Carrageen)
  • Wurstwaren der Firma Citterio (Mortadella, Schinken)
  • BUKO-Käse aus Dänemark (verwenden wahrscheinlich deutsche Milch)
  • Salami “Classic” und Baguettesalami von Aoste (Belgien)
  • Fleischklöße der Firma ‘Mou’ (Tulip Dänemark)
  • dänisches Frühstücksfleisch 410-Gramm-Dose

Versandhandel von Frischfleisch

Bauckhof

Es hat sich herausgestellt, dass die Firma Bauck jodiertes Hühnerfutter verwendet und dies auch schriftlich bestätigt. Es ist ungewiss, ob auch andere Tierarten dort jodiertes Futter erhalten, ich kann daher nur abraten.

Bio-Bauern die kein jodiertes Futter verwenden

Der Demeter-Bauer Staudenmüller verwendet keine jodierten Kraftfutter. Er verkauft seine Produkte zwei mal wöchentlich in Berlin-Charlottenburg auf dem Wochenmarkt und betreibt einen Hofladen. Die Adresse:

----- Gärtnerhof Staudenmüller

Askanische Straße 1
17268 Vietmannsdorf
Tel. 039882 - 263
Fax. 039882 - 49111

----- Bauer Korte

Hofladen
Brockenhausen-Dentern

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9.00 - 12.30 / 15.00 - 18.30 Uhr
Sa 9.00 - 12.30 Uhr

Neuerdings nicht jodiertes Schweinefleisch sowie eine Metzger-Suche nach PLZ:.
www.bauer-korte.de

Er bietet auf seinem Hof eine Art Ernährungsberatung an, da er vor mehreren Jahren durch Übersäuerung seines Körpers fast arbeitsunfähig war und kurz vor einem Leben im Rollstuhl stand.

----- Hof Block-

Ein landwirtschaftlicher Betrieb in Niedersachsen, der sich auf die Haltung und Schlachtung von Galloway-Rindern spezialisiert hat. Die Tiere werden ganzjährig auf Weiden gehalten und ernähren sich ausschließlich von Heu, Gras und Silage. Da keinerlei Mineralstoffe zugefüttert werden, ist das Fleisch der Galloways frei von Jodzusätzen.

Bei der Herstellung der Wurstwaren wird ausschließlich das Fleisch der Galloways verwendet, Fleisch von anderen Tieren wird nicht verwendet. Im Sortiment befinden sich z.B.:

Mettwurst, Wiener Würstchen, Corned Beef, Sülze, Gulasch, Chili Con Carne und Gallis (eine Art Bierbeisser).

Verkauf im Hofladen 8:00 - 18:00 Uhr

Thorsten Hübner
Unter den Eichen 23
31632 Husum/Schessinghausen
Tel.: 05027/610
Fax: 05027/751
hof.block@hotmail.de
www.hof-block.de

----- Anderlhof --------------------------------

Chr. Gasteiger
Tinning 5
83083 Riedering
(bei Rosenheim)
Tel: 08036/575
Fax: 08036/3814
Email:
info@anderlhof-tinning.de
Internet: www.anderlhof-tinning.de

Das Rind- und Putenfleisch aus eigener Erzeugung ist jodfrei. Ein Versand ist möglich.

Verkauf:

Dienstags 8 bis 13 Uhr
Freitags 8 bis 18 Uhr

----- Fleischerei Jachnik --------------------

Wellness Fleischerei Jachnik
Friedrich-Ebert-Str. 174
34119 Kassel
Telefon 0049(0)561/35186
Fax 0049(0)561/3161971
http://www.wellness-fleischerei-jachnik.com (mit Online-Shop)
Ansprechpartner Dieter Jachnik
E-Mail
dieter.jachnik@t-online.de

Öffnungszeiten vor Ort:

Montag geschlossen
Di.- Do.: 8.00 - 13.30 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr
Fr.: 8.00 - 18.00 Uhr
Sa.: 7.00 - 13.00 Uhr

Die Schinkenwaren werden mit Meersalz hergestellt.

Wiki für Bäckereien, Metzgereien, etc., die kein Jodsalz verwenden

http://hashi.site88.net/Wiki/index.php?title=Adressen_ohne_Jod

Hier kann jeder der möchte Einträge vornehmen. Vorsicht bei den Inhaltsstoffen wie Milch-, Ei- oder Sahnepulver sowie natürlich Eiern Butter und Milch. Im Zweifel noch mal nachfragen.

 

Übersicht der Jodgehalte von Nahrungsmitteln